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Warum gutes Grafikdesign und Webdesign immer mit einem guten Briefing beginnen sollte.

Und worauf es bei der Erstellung eines solchen besonders zu achten gilt.


Gar nicht selten wird das Briefing bei Design-Projekten aller Art gefährlich vernachlässigt: Der Auftraggeber übermittelt dem Freelancer vielleicht nur einige rudimentäre Informationen dazu, welches Marketing-Mittel gewünscht wird, wie die Hausfarben lauten und wann das Ganze fertig sein soll. Das kann funktionieren, in den meisten Fällen – insbesondere bei umfangreicheren Projekten, wie der Erstellung eines Webdesigns oder einer Broschüre – ergeben sich schließlich jedoch regelmäßig schwerwiegende Defizite. „So haben wir uns das nicht vorgestellt“, lautet dann eine der typischen Aussagen vonseiten des unzufriedenen Auftraggebers.

So kann es enden, wenn das Briefing vernachlässigt wurde.

Die Folge sind vielleicht mehrere aufwendige Korrekturschleifen, die der Freelancer bei einer solch offenen Auftragsbeschreibung natürlich nicht als kostenfreie Leistungen entsprechend eines Reklamationsfalls - im Sinne von zugesagten, aber nicht vollzogenen Arbeiten - verbuchen kann. Somit wird das Projekt zum einen sehr viel teurer, als zuvor geplant war, und kann dadurch sogar zum Scheitern verurteilt sein. Zum anderen riskiert aber auch der Grafikdesigner bzw. Webdesigner seinen guten Ruf. Denn es ist wahrscheinlich, dass der Auftraggeber seinem Ärger in sozialen Medien oder Bewertungsportalen Luft macht und – durchaus berechtigt – vorbringt, dass man ihn hätte aufklären müssen, dass ein Design-Projekt mit derart wenigen Informationen kaum effizient zu vollziehen ist.


Solche Vorkommnisse – wenn vielleicht auch nicht in der oben beschriebenen sehr drastischen Form – sind wohl jedem Grafikdesign Freelancer oder Webdesign Freelancer bekannt. Auch ich hatte während meiner Anfangszeit als Selbstständige mit entsprechenden Problemen zu schaffen. Mittlerweile ist mir sehr wohl bewusst, dass meine (potenziellen) Kunden nicht in dem Maß wie ich darüber Bescheid wissen, was ein Grafikdesigner oder Webdesigner wirklich benötigt, um einen guten Job zu machen.

Daher stelle ich jenen heute zu Anfang eines jeden neuen Projekts meinen persönlichen Briefing-Fragebogen bereit. Dieser ist zwar individuell auf mein Business zugeschnitten, umreißt aber auch ziemlich genau, was generell in ein zweckdienliches Design-Briefing gehört. Folgende Punkte solltest Du besonders berücksichtigen:


Allgemeine Informationen

Zunächst einmal ist es wichtig, die Basisinformationen zu Deinem Unternehmen zu übermitteln. Dazu zählen der Unternehmensname, der Name des Ansprechpartners für das Projekt sowie entsprechende Kontaktdaten, sprich eine Adresse, gegebenenfalls die Website-URL und eine Telefonnummer wie auch eine direkte E-Mail-Adresse des Ansprechpartners. Diese Fakten sind nicht nur wichtig für eine – im Regelfall immer mit erfolgsentscheidende – reibungslose Kommunikation zwischen Grafikdesigner oder Webdesigner und Deinem Betrieb. Sie bzw. die Informationen, die sich teilweise dahinter verbergen, verschaffen außerdem bereits einen ersten Eindruck vom Istzustand Deiner Firma, den der Freelancer mit seiner Arbeit normalerweise in irgendeiner Form optimieren soll.


Allgemeine Beschreibung des Betriebs

Natürlich könnte sich der Grafikdesign Freelancer oder Webdesign Freelancer in manchen Fällen über die Website-URL und eine direkte Anfrage beim zuständigen Mitarbeiter selbst weitere für die Projektabwicklung wichtige Informationen zum Unternehmen verschaffen. Zielgenauer ist es jedoch, wenn Du diese gleich in kompakter Form und aus erster Hand übermittelst. Im Briefing sollte möglichst präzise aufgeführt werden, wer Du bist und was Du machst, wie Dein Slogan lautet, welche Deine zentralen Mitbewerber sind, wo Deine Alleinstellungsmerkmale liegen, welche Außenwirkung Du für Deine Firma fokussierst, wer Deine Zielgruppe ist und ob Du lokal, regional, national oder international tätig bist? Diese Daten sind wichtig, um das Design präzise am allgemeinen Kurs und an der Corporate-Identity Deines Unternehmens auszurichten. Nur so kann gewährleistet werden, dass es schließlich wirklich zum Betrieb passt und von Deiner Zielgruppe gut angenommen wird.


Produkt- bzw. Leistungsbeschreibung

Nicht nur dann, wenn sich ein durch Deinen Grafikdesigner oder Webdesigner realisiertes Marketing-Mittel auf ein einzelnes Produkt oder eine Leistung bezieht, ist es wichtig diese und idealerweise tatsächlich das gesamte Servicespektrum des Betriebs präzise im Briefing zu beschreiben. Denn auch dadurch werden unter anderem die Passgenauigkeit im Unternehmenskontext und schließlich die Annahme des Ergebnisses verbessert. Führe im Briefing auf, welche Waren oder Dienstleistungen Du anbietest, wie die Bezeichnung/en Deines/Deiner Produkts/Produkte lauten, welche Kundenvorteile Deine Leistungen bieten und ob der Vertrieb dieser stationär oder online erfolgt?


Spezifische Projektangaben

Meiner Erfahrung nach machen sich Verantwortliche zur Zielsetzung ihres Projekts vor der ersten Anfrage erstaunlich wenige Gedanken. Klar ist, dass beispielsweise ein neues Webdesign für eine Landingpage oder ein herausragendes Grafikdesign für eine Broschüre hermuss. Was damit genau erreicht werden soll, steht jedoch zunächst gar nicht fest. Das ist unter anderem deshalb schwierig, da sich die tatsächlich zum Einsatz kommenden Designstandards mitunter stark an solchen Zielen orientieren müssen, um wirkliche Erfolge zu verschaffen. Daher solltest Du genau wissen bzw. im Briefing übermitteln, was Du mit Deinem Marketing-Mittel erreichen möchtest, welche Botschaft es vermitteln soll und ob bereits konkrete Ideen zur Gestaltung vorliegen?


Gestaltungsrichtlinien

Bei den zuvor aufgeführten Projektvorgaben sind wir natürlich schon sehr nahe an konkreten Gestaltungsrichtlinien. Wenn in Deinem Unternehmen in irgendeiner Form ein Styleguide vorliegt, sollte dieser im Briefing vermerkt werden. Das ist schon dann der Fall, wenn es – und das ist die Regel - bestimmte Corporate-Farben oder –Schriften gibt. Werden solche und ähnliche Vorgaben nicht genannt und müssen deshalb entsprechende Korrekturen erfolgen, bedeutet das immer einen erheblichen Mehraufwand.


Größe, Format und Auflage

Dieser Punkt ist insbesondere bei Printmedien sehr wichtig. Die große Relevanz resultiert unter anderem daraus, dass manche Designs einfach nur in bestimmten Formaten funktionieren, sprich eine optimale Wirkung erzielen. Daher solltest Du genau festlegen, welche Maße Dein Flyer, Deine Broschüre etc. bekommen soll, ob sie im Hochformat, Querformat oder vielleicht quadratisch zu gestalten ist, wie die Seitenanzahl lautet und wenn vielleicht ein zusätzlicher digitaler Einsatz geplant ist? Bist Du Dir nicht sicher, welches Format das Richtige für Deine Zwecke ist, berate ich Dich gerne und finde das richtige Format für Dich.


Zeitplan

Erst jetzt kommen wir zum Zeitplan – und das aus gutem Grund: Dieser ist natürlich ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, kann aber erst nach der Definition aller zuvor genannten für das Projekt wichtigen Details wirklich sinnvoll festgelegt werden. Nicht selten setzen Unternehmen für ein Designprojekt viel zu wenig Zeit an, merken dies aber einfach nicht, da sie die zahlreichen Anforderungen nicht in einem Briefing festgehalten haben. Wenn es also zeitliche Vorgaben gibt, solltest Du sie nach der Erfassung sämtlicher Fakten noch einmal genau überdenken und dann angeben. Die zentrale Frage lautet hier: Kann Dein Grafikdesigner oder Webdesigner überhaupt alles in der angepeilten Zeit umsetzen?


Budget

Ähnlich sieht es mit dem Budget aus. Dieses sollte klar im Briefing auftauchen, damit der Designer einen Anhaltspunkt hat, um zu vermitteln, was er Dir für Dein Geld im Kontext Deiner Projektziele bieten kann.


Sonstiges

Wenn Dir weitere für die Umsetzung des Projekts wichtige Punkte einfallen, füge sie dem Briefing einfach formlos an. Halte Dich ansonsten aber unbedingt an eine bestimmte Struktur – wie die hier aufgeführte – um Deinem Grafikdesign Freelancer oder Webdesign Freelancer eine optimale Orientierung zu ermöglichen.

Und so kann es aussehen, wenn ein gutes Briefing zum Erfolg geführt hat.



Mein Name ist Dena. Ich bin das Gesicht und Herz hinter Südgraf. Mit Südgraf bist Du in sämtlichen Werbekontexten bestens aufgestellt – ich biete Grafikdesign, Konzeption, Logodesign, Logoentwicklung, Webdesign und Printdesign.


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